Das Ziel des § 132g SGB V ist die intensive Auseinandersetzung mit Fragen, die sich auf die letzte Lebensphase eines Menschen beziehen. Grundgedanke ist, den Willen des Patienten zur Gestaltung seiner letzten Lebenszeit herauszufinden und zu respektieren.

Zugelassene Pflegeeinrichtungen im Sinne von § 43 SGB XI und Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung können nun eine entsprechende Versorgung für Menschen in der letzten Lebensphase anbieten und abrechnen.

Die Weiterbildung gliedert sich in zwei aufeinander aufbauende Teile, die innerhalb eines Jahres durchgeführt werden. Zunächst werden theoretische Inhalte vermittelt. Dann folgt der praktische Teil mit zwei Beratungsprozessen und anschließend der alleinverantwortlichen Durchführung und Dokumentation von sieben Beratungsprozessen.

Die Qualifizierung entspricht den Vorgaben des § 12 der Rahmenvereinbarung nach §132g SGB V vom 13.12.2017.

Neu! 10 % Treue-Rabatt für …

  • unsere ehemaligen Auszubildenden
  • alle, die bereits an einer unserer Weiterbildungen und Qualifizierungen teilgenommen haben*

*Angebot ist nicht kombinierbar mit Bildungsscheck, -gutschein bzw. Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein. Gilt nicht für ehemalige Teilnehmende von Fortbildungen oder von Inhouse-Schulungen.

Auf einen Blick

  • nächster Termin: 07.06.2021
  • Umfang Teil 1: 8 Unterrichtseinheiten und 2 begleitete Beratungsgespräche
    Teil 2: 16 Unterrichtseinheiten und 7 eigenverantwortlich durchgeführte Beratungsprozesse
  • Kosten: 1.190 Euro**
  • Abschluss: Nach erfolgreichem Abschluss des ersten Teils der Weiterbildung erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat. Die Berater*innen sind nun berechtigt, Leistungen der gesundheitlichen Versorgungsplanung gem. § 132g SGB V in den in § 1 Abs. 2 SGB V genannten Einrichtungen zu erbringen.
    Nach erfolgreichem Abschluss des 2. Teils erhalten die Teilnehmenden ein weiteres Zertifikat, das den Landesverbänden der Krankenkasse vorzulegen ist. Beide Zertifikate sind für den erfolgreichen Abschluss der Maßnahme notwendig.

Ziel

Systematische Implementierung und Umsetzung der Gesundheit-
lichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase nach
§ 132g SGB V in Ihrer Einrichtung

Zielgruppe

Menschen mit einer Grundqualifikation in Form:

  • einer abgeschlossenen Berufsausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger*in, Altenpfleger*in, Kinderkrankenpfleger*in, staatlich anerkannte*r Heilerziehungspfleger*in, staatlich ankerkannte*r Heilpädagoge*in, staatlich anerkannte*r Erzieher*in oder eine andere vergleichbare Berufsausbildung.
  • eines Studienabschlusses im Bereich der Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Geistes-, Sozial-und Erziehungs-
    wissenschaften (insbesondere als Pädagoge*in, Heilpädagoge*in, Sozialarbeiter*in, Sozialpädagoge*in, Psychologe*in, Theologe*in).
  • einer dreijährigen, für die gesundheitliche Versorgungsplanung einschlägigen Berufserfahrung innerhalb der letzten acht Jahre. Diese muss mindesten den Umfang einer halben Stelle umfasst haben, insbesondere in einer vollstationären Pflegeeinrichtung oder einem ambulanten Pflegedienst, einem ambulanten Hospizdienst/
    ambulanten Kinderhospizdienst (hauptamtliche Koordinatoren-
    kraft), einem stationären Hospiz/stationären Kinderhospiz, einem SAPV-Team, einer Palliativstation oder in einem Palliativdienst im Krankenhaus oder in Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche.
  • Ärzte*innen mit für die gesundheitliche Versorgungsplanung einschlägiger dreijähriger Berufserfahrung in der gesundheitlichen Versorgung von schwerstkranken oder sterbenden Menschen im ambulanten oder stationären Bereich in den letzten acht Jahren.

Inhalte

Theoretischer Unterricht (64 UE in Teil 1 und 2)

  • Einführung und Definition „Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase“
  • Kenntnisse zu medizinisch-pflegerischen Sachverhalten
  • ethische und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Kommunikation in Beratungsgesprächen zur gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase
  • Dokumentation und Vernetzung
  • Intensivtraining in Kleingruppen

Praxis:

Teil 1: Acht Unterrichtseinheiten und zwei begleitete Beratungsgespräche. Die Unterrichtseinheiten in der Praxis bestehend aus zwei Beratungsprozessen durchgeführt von den  angehenden Berater*innen. Die Beratungsprozesse werden durch qualifizierte Personen begleitet und reflektiert. Vor und Nachbereitung, sowie Dokumentation dieser Prozesse erfolgt durch die Berater*innen. Die Begleitung kann ggf.  durch den Bonner Verein erfolgen.

Teil 2: 16 Unterrichtseinheiten und die Durchführung von mindestens sieben Beratungsprozessen innerhalb eines Jahres, die alleinverantwortlich geplant, vorbereitet, durchgeführt und dokumentiert werden. Dieser Teil der Weiterbildung dient der Sammlung weiterer Praxiserfahrung.

Weitere Informationen

Sekretariat Weiterbildung:
weiterbildung@bv-pg.de oder
0228-965454-11

Finanzierung

Unsere Fort- und Weiterbildungen sowie Qualifizierungen sind i.d.R. förderfähig durch die Agentur für Arbeit bzw. Jobcenter. Informieren Sie sich hier.

Besonderheiten

**Die nach AZAV zugelassenen Kosten können von den Lehrgangskosten abweichen.

Für die Teilnahme erhalten Sie 20 Fortbildungspunkte für die Identnummer 20120713


2017-1003

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