Die meisten Menschen wünschen sich dort zu sterben, wo sie leben. Ein Krankenhausaufenthalt war jedoch bisher oft nicht vermeidbar.

Zugelassene Pflegeeinrichtungen i.S.v. § 43 SGB XI und Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung können nur durch die Einführung des § 132g SGB V Menschen in der letzten Lebensphase eine entsprechende Versorgung anbieten und abrechnen.

Im Rahmen dieses Planes erhalten die betroffenen Menschen eine individuelle Versorgung durch qualifizierte Mitarbeiter/innen. Die persönlichen Vorstellungen des Patienten über medizinischpflegerische Abläufe und medizinische Interventionen am Lebensende finden Berücksichtigung. Mögliche Notsituationen werden besprochen und geeignete Maßnahmen zur psychosozialen und palliativen Versorgung dargestellt.

Die Weiterbildung gliedert sich in zwei aufeinander aufbauende Teile. Im ersten Teil werden theoretische Inhalte vermittelt und es folgt der erste praktische Teil mit zwei Beratungsprozessen. Der zweite praktische Teil beinhaltet die alleinverantwortliche Durchführung und Dokumentation von sieben Beratungsprozessen innerhalb eines Jahres.

Die Qualifizierung entspricht den Vorgaben der Vereinbarung nach § 132g SGB V zwischen dem GKVSpitzenverband und verschiedenen Organisationen der Wohlfahrtspflege und anderen Verbänden.

Neu! 10 % Treue-Rabatt für …

  • unsere ehemaligen Auszubildenden
  • alle, die bereits an einer unserer Weiterbildungen und Qualifizierungen teilgenommen haben*

*Angebot ist nicht kombinierbar mit Bildungsscheck, -gutschein bzw. Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein. Gilt nicht für ehemalige Teilnehmende von Fortbildungen oder von Inhouse-Schulungen.

Auf einen Blick

  • nächster Termin: 21.04.2020
  • Umfang: Teil 1 der Weiterbildung: 48 UE theoretischer Unterricht und 12 UE begleitete Beratungsgespräche
    Teil 2 der Weiterbildung: 7 eigenverantwortlich durchgeführte Beratungsprozesse und 16 UE Reflexionszeit beim Bonner Verein für Pflege- und Gesundheitsberufe e.V.
  • Kosten: 1.290 Euro**
  • Abschluss: Nach erfolgreichem Abschluss des ersten Teils der Weiterbildung erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat. Die Berater*innen sind nun berechtigt, Leistungen der gesundheitlichen Versorgungsplanung gem. § 132g SGB V in den in § 1 Abs. 2 SGB V genannten Einrichtungen zu erbringen.
    Nach erfolgreichem Abschluss des 2. Teils erhalten die Teilnehmenden ein weiteres Zertifikat, das den Landesverbänden der Krankenkasse vorzulegen ist. Beide Zertifikate sind für den erfolgreichen Abschluss der Maßnahme notwendig.

Zielgruppe

Menschen mit einer Grundqualifikation in Form einer:

  •  Abgeschlossenen Berufsausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Altenpfleger/in,
    Kinderkrankenpfleger/in, staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin /anerkannter Heilerziehungspfleger/ staatlich ankerkannte Heilpädagogin /anerkannter Heilpädagoge, staatlich anerkannte Erzieherin/anerkannter Erzieher oder eine andere vergleichbare Berufsausbildung.
  • Studienabschlusses im Bereich der Gesundheits-und Pflegewissenschaften, Geistes-, Sozial-und
    Erziehungswissenschaften (insbesondere als Pädagogin/ Pädagoge, Heilpädagogin/ Heilpädagoge,
    Sozialarbeiterin/ Sozialarbeiter, Sozialpädagogin/Sozialpädagoge, Psychologin/Psychologe, Theologin/Theologe).
  • Einer dreijährigen, für die gesundheitliche Versorgungsplanung einschlägigen Berufserfahrung
    innerhalb der letzten acht Jahre. Diese muss mindesten den Umfang einer halben Stelle umfasst haben, insbesondere in einer vollstationären Pflegeeinrichtung oder einem ambulanten Pflegedienst,
    einem ambulanten Hospizdienst/ambulanten Kinderhospizdienst (hauptamtliche Koordinatorenkraft), einem stationären Hospiz/stationären Kinderhospiz, einem SAPV-Team, einer Palliativstation
    oder in einem Palliativdienst im Krankenhaus oder in Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche.
  • Ärztinnen/Ärzte mit für die gesundheitliche Versorgungsplanung einschlägiger dreijähriger Berufserfahrung in der gesundheitlichen Versorgung von schwerstkranken oder sterbenden Menschen
    im ambulanten oder stationären Bereich in den letzten acht Jahren.

Ziele

  • Systematische Implementierung und Umsetzung der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase nach § 132g SGB V in Ihrer Einrichtung

Inhalte

Theoretischer Unterricht (64 UE in Teil 1 und 2)

  • Einführung und Definition „Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase“
  • Kenntnisse zu medizinisch-pflegerischen Sachverhalten
  • ethische und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Kommunikation in Beratungsgesprächen zur gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase
  • Dokumentation und Vernetzung
  • Intensivtraining in Kleingruppen

Praxis:

Teil 1: 12 Unterrichtseinheiten in der Praxis bestehend aus zwei Beratungsprozessen durchgeführt von den  angehenden Berater*innen. Die Beratungsprozesse werden durch qualifizierte Personen begleitet und reflektiert. Vor und Nachbereitung, sowie Dokumentation dieser Prozesse erfolgt durch die Berater*innen. Die Begleitung kann ggf.  durch den Bonner Verein erfolgen.

Teil 2: Durchführung von mindestens 7 Beratungsprozessen innerhalb eines Jahres, die alleinverantwortlich geplant, vorbereitet, durchgeführt und dokumentiert werden. Dieser Teil der Weiterbildung dient der Sammlung weiterer Praxiserfahrung.

Weitere Informationen

Sekretariat Weiterbildung: weiterbildung@bv-pg.de oder 0228-965454-11

Finanzierung

Unsere Fort- und Weiterbildungen sowie Qualifizierungen sind i.d.R. förderfähig durch die Agentur für Arbeit bzw. Jobcenter. Informieren Sie sich hier.

Besonderheiten

**Die nach AZAV zugelassenen Kosten können von den Lehrgangskosten abweichen.

Für die Teilnahme erhalten Sie 20 Fortbildungspunkte für die Identnummer 20120713


2017-1003

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